Ertragshecken – Vorteile für die Landwirtschaft

©Perma – Beratung & Design, Burkhard Kayser, www.agroforst.de / Stand 5/01

 

zurück zur Startseite

 

Hecken bieten vielfältige Vorteile für die Landwirtschaft. Meist jedoch stören die historisch entstandenen Hecken den Betriebsablauf, werfen Schatten auf die Zwischenkulturen oder tragen auf andere Weise zur Ertragsminderung bei. Ertragshecken dagegen können den Gesamtertrag der Fläche steigern.

 



Selten werden bei der Neuanlage von Hecken die Voraussetzung für eine optimale Nutzung geschaffen. Das Konzept der Ertragshecken, von Autor in Zusammenarbeit mit Jürgen Wahl entwickelt, bietet durch ein Bausteinsystem eine einfache Möglichkeit, die Potentiale der Hecken zu nutzen. Dazu sollte man die erwünschte Nutzung und Wirkungen klären und bewerten.

Produktionshecken der Universität Leeds

 

 

Erwünschte Wirkungen

Anwendungsbeispiele

 

 

 

 

Erosionsschutz

für Boden in Hanglagen und trockenen Gebieten

 

Windschutzeffekt

Für Zwischenkulturen sinnvoll, bes. bei leichten Böden

 

Holzertrag

für Wertholz, Energieholz, Weidepfähle

 

Frucht- und Nussertrag

als Zusatzeinkommen, Direktvermarktung

 

Blütengehölze

für Floristik, Eyecatcher, Ab-Hof-Verkauf

 

Randzoneneffekt

zur Ertragserhöhung der Zwischenkulturen

 

Naturschutz

in strukturarmen Landschaften

 

Feldbegrenzung

gegen Spritzmittelverwehung

 

Ästhetik

in baumlosen Landschaften

 

Sonstiges

Erlebnisraum, Nützlingsförderung, etc.

 

 

 

 

 

 

 

Hecken bieten dann einen Zusatzertrag, wenn mehrere der Anwendungsbeispiele gewünscht und gefördert werden. Einige der Wirkungen betreffen die allgemeinen Ansprüche der Landwirtschaft (z.B. Windschutzeffekt, Nützlingsförderung), andere zielen auf zusätzliche Kulturen ab (z.B. Wertholz- oder Sonderkulturanbau).

Um die einzelnen Nutzungen und Wirkungen zu optimieren, gibt es die einzelnen Planungsbausteine, die vor einer Neupflanzung von Heckenstrukturen bedacht und abgeklärt werden sollten.

 

 

Planungsbausteine

Notwendige Daten

 

 

 

 

Lage der Hecke in Gelände

Grundplan, Landschaftsrecht, Grenzabstände

 

Höhenprofil

Höhenkarte, Linien einmessen

 

Beabsichtigte Windschutzwirkung

Hauptwindrichtungen

 

Pflanzenauswahl

Heimische Bestände, Nutzungsoptionen, Bienenweide

 

Nutzungsansprüche

Vermarktungssituation, Bedürfnisse, Notwendigkeiten

 

Nutzungskonzept

Kernplanung

 

Pflegekonzept

Zeitplanung

 

Kosten

Kalkulationdaten

 

Naturschutzwirkung

Ökologisches Profil

 

Ästhetik

Blütezeiten, Blattfarben, Nutzung

 

Zwischenkulturen

Fruchtfolge

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Aus diesen Daten, die zum Teil für die Situation erarbeitet werden müssen, ergibt sich die Planung. Nicht in jeden Falle werden alle Planungsbausteine genutzt werden. Je mehr jedoch Verwendung finden, desto umfassender ist das Ergebnis.

Es wird deutlich, dass die angeblichen „Platzfresser“ Hecken als durchdachtes Agroforstsystem einen Beitrag zur Ertragserhöhung bieten können. Im nächsten Link findet man einen ausführlicheren Text. Wenn sie Interesse an der Anlage einer solchen Hecke haben, setzen Sie sich mit mir in Verbindung: Burkhard Kayser, eMail: kayser@agroforst.de


Mehr zu Ertragshecken
zurück zur Startseite
www.Wildobst.de Informationen und Angebote zu wilden Früchten



 

 

 

 

©Perma – Beratung & Design, Burkhard Kayser, www.agroforst.de